Festival RAD am GutenbergRING

30.8.2026

Festival RAD am GutenbergRING

30. August 2026 | Kriterium nach Punkten | 63 km | Amateure und Elite (gemeinsames Rennen)

Beim „Festival RAD am GutenbergRING" in Norderstedt zeigte Lightning Racing einen kämpferischen und taktisch geschlossenen Auftritt. Auf der 63 Kilometer langen Strecke traten Amateure und Elite gemeinsam an — bei Bedingungen, die von der ersten Minute an alles abverlangten. Am Ende standen ein vierter Platz in der Elite und ein Podestplatz bei den Amateuren zu Buche, dazu eine ordentliche Portion Pech mit dem Material.

Regen und nasse Piste: Sturzgefahr von Beginn an

Schon beim Einrollen setzte Regen ein und durchnässte die Rennstrecke gründlich. Jedem im Feld war schnell klar, dass die glatte Fahrbahn ihren Tribut fordern würde. Und tatsächlich: Während die meisten Fahrer das erhöhte Risiko besonnen managten, erwischte es mehrere Konkurrenten aus anderen Teams, die in Stürze verwickelt wurden. Lightning Racing hielt sich in dieser Phase heraus und blieb schadlos.

Klare Ansage: alles auf Nikolai Herz

Gewertet wurde nach Punkten: Alle fünf Runden gab es einen Zwischensprint um 5, 3, 2 und 1 Punkt, der Schlusssprint in der letzten Runde zählte doppelt (10, 6, 4 und 2 Punkte). Wer am Ende die meisten Punkte gesammelt hatte, gewann — das Finale hatte also enormes Gewicht.

Nach der ersten Wertung war die Marschroute im Team eindeutig. Nikolai Herz hatte bereits Punkte gesichert und präsentierte sich in starker Verfassung — von da an fuhr die Mannschaft geschlossen für ihn. Das bedeutete Schwerstarbeit über die gesamte Distanz: Ausreißversuche kontrollieren, immer wieder Lücken schließen und die Zwischensprints vorbereiten. Nikolai sammelte Runde für Runde wertvolle Punkte und ging vor dem letzten Sprint punktgleich mit zwei weiteren Fahrern (je 15 Punkte) als Führender ins Finale.

Dramatik in der vorletzten Kurve

Timon Krüger und Christoph Häring brachten Nikolai auf den entscheidenden Runden hervorragend in Position — die Vorarbeit stimmte, und im doppelt gewerteten Schlusssprint war der Sieg zum Greifen nah. Doch ausgerechnet in der vorletzten Kurve machte ein gegnerischer Fahrer dem Plan einen Strich durch die Rechnung: Er ging zu viel Risiko und brachte Nikolai fast zu Fall. Nur dank überragender Radbeherrschung rettete Nikolai den Sturz gerade noch — der Schwung für den Zielsprint war damit aber dahin.

Weil im Finale die doppelten Punkte vergeben wurden, wog dieser Moment doppelt schwer: Ohne Zähler im letzten Sprint rutschte Nikolai von der geteilten Führung auf Platz vier zurück. Ärgerlicher kann ein Rennen kaum enden.

Christoph Häring krönt den Auftritt mit Platz 2

Dass das Team trotz der Enttäuschung im Finale jubeln konnte, lag an Christoph Häring. Obwohl er einen Großteil des Rennens in den Dienst für Nikolai stellte, fuhr er in der Amateurwertung auf einen starken zweiten Platz — der verdiente Lohn für eine enorme Leistung und ein Beleg dafür, wie tief dieses Team aufgestellt ist.

Pech für Noah und Dennis

Bitter verlief das Rennen für Noah Mattis Muth und Dennis Balduin. Beide mussten aufgeben (DNF) — und in beiden Fällen war es Defektpech statt fehlender Form: Bei Noah gab es einen Hinterradschaden, bei Dennis riss die Kette. Material, das im entscheidenden Moment nicht mitspielt, gehört zu den ärgerlichsten Rennerlebnissen überhaupt.

Ergebnisse Lightning Racing (63 km, Siegerzeit 1:32:41 h):

Amateure:

  • 2. Christoph Häring

Elite:

  • 4. Nikolai Herz
  • 15. Timon Krüger
  • DNF Noah Mattis Muth (Defekt — Hinterradschaden)
  • DNF Dennis Balduin (Defekt — Kettenriss)

Blick nach vorn

Norderstedt hat gezeigt, was in diesem Team steckt: taktische Disziplin, Kampfgeist bei widrigen Bedingungen und die Fähigkeit, ein Rennen aktiv zu gestalten. Dass am Ende zwischen Sieg und Platz vier nur eine fremde Unvorsichtigkeit in der vorletzten Kurve stand, ist ärgerlich — aber es zeigt auch, dass Lightning Racing ganz vorn mitmischen kann. Dazu ein Podestplatz durch Christoph, und mit etwas mehr Materialglück wäre sogar noch mehr drin gewesen. Genau da setzen wir an: dranbleiben, weiter Druck machen und beim nächsten Mal den letzten Schritt aufs oberste Podest gehen.

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